Donnerstag, 15. Dezember 2016

Lost in myself

Hola tots, que tal?

auch wenn ich es im Moment nicht schaffe wieder auf mich und mein leben klar zu kommen, hoffe ich euch geht es gut. Ich habe diesen Post übrigens am 24.11 angefangen und habe es geschafft den ersten Satz zu schreiben....
So nachdem ich des gestern auch geschafft habe einen Satz zu schreiben mal sehen wie weit ich heute komme. Gestern war für mich ein Tag den ich so schnell nicht mehr vergesse. Ich habe mir mal wieder die Nacht um die Ohren geschlagen um dem Gespräch in meinem Kopf zu folgen. Mit dem Ergebnis das ich müde bin und weis das ich was ändern muss.
Ich sehe im Moment keine Sonne. Egal von welchem Punkt aus ich schaue. Aber ich weis vielleicht ist morgen ja ein besserer Tag. Ich muss anfangen die dinge so zu nehmen wie sie sind. Mir keine Gedanken mehr machen über Kleinigkeiten. Einfach mal leben und leben lassen. Das machen was ich liebe.
Wieder Malen, wieder lesen, wieder lachen.

Don't Worry be...



Jeder der Fairy Tail kennt, kennt auch diesen süßen kleinen (fliegenden) Kater. Sein Name ist Happy und ich bin es auch wenn ich wieder ein Manga lese und wieder neue Welten entdecke. Ich weis das viele Mangas nicht mögen aber es ist irgendwie meine Welt.
Ich liebe Mangas ich liebe dieses bunte. Es ist so ein schöner Kontrast zu dem was in meinem Kopf ist. Ich muss an dieser Stelle meinem Freund danke der mich geschickt dazu bekommen hat, das ich wieder mit dem lesen anfange.

Edit 12.12.2016

So ich hab mal wieder nichts auf die reihe bekommen und gehe davon aus das wird heute auch nichts.
Ist heute einfach nicht mein Tag. Ich mache zwar meine aufgaben aber es fällt mir unendlich schwer die Augen auf zu halten. Die Nebenwirkungen des Lithiums knallt in letzter zeit voll rein. Aber das ist im Moment auch nicht weiter Tragisch. Ich habe um ehrlich zu sein aufgegeben mir über Nebenwirkungen der Medikamente Gedanken zu machen. Um ehrlich zu sein habe ich aufgehört mir überhaupt Gedanken zu machen. Zumindest keine über mich oder meine Verfassung. Ich Atme das muss reichen.
Es ist auch kein Gedanke mehr an Selbstmord verschwendet. Ich bin heute an einem Punkt an dem ich mich nicht mal mehr umbringen würde. Ich kenne das Gefühl das keines ist und nagend an herz und Hirn zehrt. Ich weis wie es ist wegen allem die schuld bei sich zu suchen. Auch wenn es keine schuld gibt. Ich weis das alles. Und was mache ich? Ich gebe mich der Taubheit hin. Starre Löcher in die Luft und beobachte die letzten Sonnenstrahlen des Jahres. Unterbrochen werden meine Tauben Gedanken von ein wenig zeit im hoch. Keine Manie vielleicht ganz schwach Hypomanisch. Aber das wehrt nicht lang. Und von Wolke 7 geht es hinab auf den Erdboden.
Doch auch hier etwas Positives wenn man auf dem Rücken liegt kann man wenigstens noch die Arme nach oben ragen und sich zurück wünschen. Oder wie ich. Rumliegen. Nicht traurig nicht wütend.

Resigniert.

Im Endeffekt kann ich das allerdings nicht ändern. Denke ich. Ich weiß, dass es irgendwann besser wird. Solang ich weiter Pläne schmieden kann weis ich das ich noch nicht am ende angekommen bin. Ich hab mein Elan verloren, aber meine Träume nicht. Ich habe noch Menschen die zu mir halten auch wenn ich anstrengend bin.
Für die Menschen die sich wünschen das ich wieder auf einen Grünen Zweig komme.
Ich denke ich werde im Frühjahr nächsten Jahres eine Tagesklinik besuchen. Vielleicht bin ich danach ja wieder 'normal'. Im moment ist das wichtigste in meinen Augen wieder zu mir selbst zu finden. Wieder ein bisschen ruhe in meinen Kopf bringen und mein Herz wieder atmen lassen. Es wird wohl nicht leicht werden diesen Weg zu gehen, aber es ist der einzige der mich am Leben hält. Und das ist wortwörtlich so gemeint wie geschrieben.
Ich habe noch Träume und Ziele und möchte etwas hinterlassen worauf ich stolz sein kann nicht für mich aber für meine kleinen Brüder und meinen Neffen. Für alle die nach mir kommen. Ich lebe nicht nach dem Motto nach mir die Sintflut sonder ihr kennt es schon.

Ich habe keine Angst zu sterben, Ich habe Angst vermisst zu werden. 

Das gilt auch hier. Ich weis wenn ich etwas hinterlasse bin ich eines Tages nicht mehr da, aber die die mich kannten und liebten haben etwas was mich ihnen näher bringt. Ich lernte mit meinen Ängsten zu leben aber möchte vermeiden das ich eine Angst in anderen schüre. Ich möchte das sie lächeln. Das ihr lächelt. Das alle lächeln. Wenn man mich auf der Straße anlächelt reagiere ich wie ein Kind. Ich lächle zurück. Nein ich möchte nicht flirten, ich möchte das die Welt ein bisschen freundlicher wird. 
Ein altes Sprichwort sagt: jeden Tag eine gute Tat. Ich ergänze: und wenn es nur ein Lächeln ist.
Ihr wisst nie wen euer Lächeln erreicht. Es ist ein kostbares Gut das man nicht für sich behalten sollte. 

Who knows what a smile can Change?

#SmileChallenge


Ich fordere euch zu einer 30-Tages-Challange heraus! Bald ist Weihnachten das Fest der Liebe also hört auf ungläubisch auf den Bildschirm zu gucken und macht einfach mal mit! 

Am dem 19.12.2016 starte ich die 30-Tage-Lächel-Challange

Die Regeln sind denkbar einfach. Ihr sollt für 30 Tage einmal jemanden anlächeln. 
Jemanden den ihr nicht kennt. Ein Passanten auf dem Gehweg oder einen Obdachlosen im Park. Es ist egal. Danach dann ein lächelndes Foto auf einem sozialen Netzwerk posten. Darunter das Hashtag #SmileChallange und/oder #jedenTageeineguteTat  #agooddeedeveryday. 
Denn genau das ist es. Eine gute Tat. Während unsere Welt in Hass, Angst, Terror und Krieg versinkt. 
Bringen wir gemeinsam etwas Licht ins Dunke dieser Zeit und machen die Welt gemeinsam freundlicher.



Aber nun möchte ich mal was anderes ansprechen das schon in einer Woche ansteht.



Christmas is coming

 

Im Normalfall bin ich ein Mensch der sich riesig über Weihnachten freut. Aber dieses Jahr gar nicht. Ich hab absolut gar nichts für niemanden. Nicht mal für meinen kleinen Neffen hab ich was besorgt. Ich weis zwar jetzt schon das ich nach weihnachten Schuldgefühle haben werde aber das stört nu auch nicht mehr.
Ich hatte eben so ne Phase. Kennt ihr das? Wenn ihr Weihnachtslieder summt und euch selber damit dermaßen auf den Sack geht das ihr euch am liebsten das Trommelfell raus schneiden wollt? 
Genau die Phase hatte ich eben. Übertrieben nervtötend. Vor allem wenn du gerade versuchst ernsthaft konzentriert zu arbeiten. Satz mit X
Aber zurück zum Thema nachdem ich fast 15 Minuten gebraucht habe den scheiß aus meinem Kopf zu bekommen hatte ich eine irgendwie bescheuerte Idee für das Geschenk meines Freundes. Ich will nichts kaufen. Keinem. Aber wenn ich mal wieder so einen Geistesblitz habe dann mach ich das auch. Da mein Freund behauptet er würde meine Blog lesen gehe ich erst im Post nach weihnachten darauf ein. Und dann auch nicht hier sondern in meinem DIY Blog. Link ich euch dann damit ihr schauen könnt was ich für Projekte über Weihnachten am Start hatte. Ist so einiges das ich gerade in der Mache habe. Ich freu mich schon darauf die Projekte zu posten.

Edit: 15.12.2016
Nun die einzige die etwas bekommen wird (das ich kaufen muss) ist meinem Mama. Sie bekommt jetzt das zweite Jahr in Folge den Flug in den Urlaub. Mama hat schon angekündigt, dass sie sich das jedes Jahr wünschen wird. Heißt für mich. Ich flieg jedes Jahr mit meiner Mama in den Urlaub. ABER auch wenn ich immer wieder in die Stadt meines Lebens fliegen möchte, möchte ich mit Mama jedes Jahr in eine andere Stadt und in ein anderes Land fliegen.
Also Mama macht dich darauf gefasst :) Wir beide werden die Welt sehen. 
Allerdings bekommt meine Mama nicht nur den Flug sondern noch eine andere Kleinigkeit zusammen mit meinem älteren Bruder. 
Spontanideen sind immer die besten. Naja auch wenn ich gefühlt 5 Sätze weiter oben geschrieben habe das keiner was bekommt hat sich meine Meinung irgendwie doch geändert. Warum? Weil ich ne Meise hab xD
Ich darf durchknallen ich bin durchgeknallt xD 




Ist schon lustig ein leben zwischen Himmel und Hölle. Ich hab langsam das Gefühl es geht wieder Berg auf. Eine kleine Manie würde mir jetzt auch nicht schaden ich hab noch einiges vor weihnachten zu erledigen. In diesem Sinne. 
Ich muss meine Pläne schmieden und ggf. noch ein Drachen zähmen ^^




My oh my 
in Love
Yours

Sky

Freitag, 18. November 2016

All these black nights

Hola tots, que tal?

Mir gehts... Sagen wir es anders, ich habe nicht aufgegeben. Ich sitze noch vor meinem Schreibtisch und schreibe meinen Blog. Ich habe auch nicht vor damit aufzuhören. Zumindest nicht mit dem Blog. Allerdings sind in der letzten Zeit einige Dinge geschehen über die ich gerne schreiben möchte. Anfangen möchte ich das ganze mit einer Spezifikation.
Ich sage von vorne herrein ich bin keine Ärztin und auch keine Psychologiestudentin. Ich bin eine betroffene und kann nur das schreiben was ich erlebt, empfunden und vor allem auch verstanden habe.

Hola Bipolar

Ich habe lange überlegt ob ich diesen Post schreiben solle. Jedoch weis ich das viele aus meiner Familie den Blog lesen und ich hoffe ich kann so helfen, dass sie mich ein wenig besser verstehen. Ich habe das unverschämte Glück, dass meine Familie mich auch mit dem Wissen das ich eine Psychische Erkrankung mit mir rumtrag, nicht anders behandelt als vor der Erkenntnis. Ich habe wirklich Glück mit meine Umfeld, dass jeder mir seine Hilfe anbietet und sagt wenn ich mal raus muss habe ich eine offene Tür. 
Ja ich müsste mal raus. Aber ich müsste raus aus mir. So sehr ich diese Hilfe schätze und glaube das ihr mir helfen wollt, muss ich euch mit der ernüchternde Wahrheit konfrontieren. 

Das könnt ihr nicht.

Das kann niemand. Der einzige Mensch der mir helfen kann, dass bin ich selber. Das weis ich. Das weis ich aber auch nicht erst seid gestern. Das weis ich schon seid ich 15 bin. Ich hatte jedoch nie den Drang, mir selber zu helfen. Andere haben größere Probleme, denen muss ich helfen. Mit allem was ich habe. Was mit mir ist, ist nebensächlich. So habe ich das gesehen. Traurigerweise auch nach 10 Jahren mit dieser ständigen Karussellfahrt, sehe ich das immer noch so. 
Ich weis das es mir nicht hilft. Das ist aber auch nicht wichtig für mich. Für mich sind die Menschen wichtig die an meiner Seite stehen, mich anschauen und sagen: Ich kann nicht mehr. Ich weis nicht wie ich weiter machen soll.
Das sind Gefühle die ich schon so lange in mir trage, das ich weis wie weh es tut wenn man nicht mehr weiter kann. Ich weis wie es sich an fühlt darüber nachzudenken wie man beerdigt werden möchte. Bei mir ist das ein Krankheitsbild das ICH ändern muss, bei den Menschen die mir das Anvertrauen das sie Probleme haben, ist das eine schwere Lebenssituation bei der ich helfen KANN. Ich möchte nicht das sich jemand so fühlt wie ich. Ich möchte nicht das sie weinen. Ich möchte das sie lachen und Zeug machen die glückliche Menschen machen. Wenn ich dabei helfen kann, dann werde ich das tun.Und wenn es das einzige ist was ich mache. So denke ich nun schon lange und ich weis es frisst mich auf, doch es ist das was ich für richtig halte. Weil ich dann mit einem lächeln belohnt werde. Für mich das schönste Geschenk.
Ich kann mich nur immer wieder bedanken das ihr an meiner seite steht und deswegen widme ich meiner Familie diesen Post. In der Hoffnung das ihr mich dann ein bisschen besser versteht.

So um das alles nun erstmal etwas zu erklären hier ein Zitat aus Wikipedia:

Bipolare Störung ist die etablierte Kurzbezeichnung für bipolare affektive Störung (BAS). Sie war früher unter der Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung bekannt und ist eine psychische Störung, die zu den Affektstörungen gehört. Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme zweipolig entgegengesetzte (bipolare) Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit über dem Normalniveau abwechselnd in Richtung Depression oder Manie reichen.

So meine Lieben was sagt uns das auser das ich einen an der Waffel hab? Genau ich habe affektiv ein an der Nuss.
Ja ich gehöre zu der Sorte Mensch der über diese Krankheit (ja das ist tatsächlich einen steht da ↑ ) Scherzen kann. Aber bitte. Bitte bitte bitte, macht das nicht bei Menschen die es selber nicht so locker sehen wie ich. Diese Menschen werden sich angegriffen fühlen, verletzt und herabgewürdigt. Das ist in der Comunity von "Yeah mir gehts bombe! Oh warte jetzt nicht mehr" leider ziemlich weit verbreitet das die Menschen sich schnell wie Menschen zweiter Klasse fühlen. Könnte ich versuchen zu erklären, denn diese Gedankengänge kenne ich, aber das würde jetzt zu weit greifen.

Zurück zu der Definition von unserem besten Freund Wikipedia.

" Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme zweipolig entgegengesetzte (bipolare) Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit über dem Normalniveau..."

So um das mal in normal zu Formulieren. Wenn man BAS mit sich rumträgt, ist das Leben eine ziemlich nervtötende Achterbahn, aus der man nicht nach einer Runde aussteigen kann. Die länge einer Episode hängt von der Einstufung der Krankheit ab. Das beschreibe ich zu einem Späteren Zeitpunkt.
Das verheerende daran ist, das es wirklich extrem ist und unwillentlich. Man kann also nicht sagen: OK die Brücke ist hoch, da klettern ich besser nicht auf's Geländer und tanze den lustigen irischen ATanz ohne Arme. Nein man denkt: Da oben ist bestimmt bessere Aussicht lass mal hoch und tanzen! Und dann rennen. und dann einen Handstand gefolgt von Breakdance! (Ich übertreibe jetzt ein bisschen, wobei bei einer Manie der Gesunde Menschenverstand gänzlich ausgeschaltet ist)
Egal ob Manie oder Depression. Es wird beides so unglaublich intensiv empfunden, dass es sich fast surreal an fühlt.
Je nachdem in welcher Episode man steckt können Farben heller erscheinen, Risiken nicht so groß und die eigene Körperkraft exorbitant. Man denkt man kann alles und weiss alles. Ein Marathon laufen? Kein Problem! 120 auf der Hantelbank? Ist wie Federn! Das wäre eine Manische Phase. Man hat ein absolutes Hochgefühl. Es wird tatsächlich mit einem LSD Trip verglichen und dem kann ich nur zu stimmen. Ich habe zwar noch nie LSD genommen, aber eine Freundin von mir und ich habe sie erlebt. Wir waren fast auf dem selben Level.
Auch wenn man jetzt denkt 'Geil! Kostenloser Trip!'
Glaubt mir es macht keinen Spaß. Klar ist die Episode der Hammer das macht auch Spass und man denkt man kann die Welt umarmen und nichts geschieht. Das allerdings ist das Problem. Egal was man in der Manie macht, man bekommt die Quittung dafür. So ist es jedenfalls bei mir.
In der anderen (depressiven) Episode sind Farben stumpf und schwach, alles ist ein Risiko das man nicht zu bewältigen vermag und der eigene Körper ist schwach und leer. Es ist schon ein Kampf aus dem Bett aufzustehen, geschweige denn Ruhe in den Kopf zu bekommen um zu schlafen.
Man hat das Gefühl man schafft nichts.
 Man lächelt, aber ist nicht wirklich glücklich. Man stellt fragen, aber man möchte es gar nicht wissen. Man redet, aber sagt eigentlich nichts. Man lacht, aber man findet es nicht lustig. Man weint, aber man fühlt gar nichts. Man steht auf, aber ist nicht wirklich wach. Man schläft, aber ruht nicht aus. Man lebt, aber man ist nicht wirklich am Leben.
Nein bei einer Depressiven Episode oder bei einer klinischen Depression ist man nicht einfach Traurig und weint den ganzen Tag. Es ist so viel mehr. Es sind Ängste, Selbsthass, Zweifel, Schuldgefühle, Isolaton, Hoffnungslosikgeit....
Ich könnte noch so viele Dinge angeben aber auch das würde zu weit gehen. Aber eine große vermutlich die Größte Empfindung die eine Depression so unerträglich macht ist:
Nichts.
Ihr denkt jetzt bestimmt "Äh? Wie nichts? Wenn man nichts fühlt dann kann es einem doch auch nicht schlecht gehen."
Stimmt. Habt Ihr vollkommen recht mit. Geht es mir auch nicht.
Ich swiche hier wieder in meine Sicht, denn ich weis nicht wie sich andere in dieser Situation fühlen. Aber wenn ihr von BAS oder Depressionen, Angstzuständen, Essstörungen oder anderen Krankheiten betroffen seid möchte ich euch eines mit auf den Weg geben:
BLEIBT STARK!
Wir haben uns das nicht ausgesucht, jedoch schaffen wir das! Ich weis wir haben und hatten nie die  Wahl, und das suckt! Aber glaubt mir bitte, für jeden von uns gibt es eine Zukunft die auf uns wartet.

 Denkt immer daran: Wenn ihr geht, ist der Schmerz für euch vorbei, jedoch wird er auf jemand anders übertragen. 

Nein es geht mir nicht schlecht weil ich nichts fühle. Jedoch nagt die Leere an einem. Man weis nicht was das ist und möchte einfach nur wieder etwas spüren. Irgendwas und wenn es Hass ist der einem Entgegenschlägt. Ja mit einer Depression oder in einer Depressiven Episode wird man sich den Kopf zerbrechen warum man gehasst wird. Ist man nicht gut genug? Was hat man falsch gemacht. Und DAS ist das Problem! Nein die leere an sich ist schmerzfrei. Der versuch diese Leere sich selber und anderen zu erklären, DAS tut weh. 
Denn ist man nicht selber in dieser Situation oder war es mal, dann wird man das nicht verstehen. Dann ist man einfach nur traurig oder komisch. Man Isoliert sich und verliert den Bezug zur Außenwelt. Dann kommen die dunkelsten Gedanken. Der Selbsthasse. Der Glaube man ist nicht gut genug. Und dann sieht das Haus nicht mehr so hoch aus, die Klinge nicht so scharf und der Zug nicht so schnell. 
Um euch mal eine Zahl zu nennen jährlich versterben über 9.000 Menschen durch Suizid, das sind mehr als durch Verkehr, Drogen, Mord und AIDS zusammen. Die Zahl der Suizidversuche ist schätzungsweise 15-20 mal so hoch.
Die Werte hab ich mir nicht ausgedacht sondern wurden von dem deutschen Bündnis gegen Depressionen e.v. veröffentlicht.

So ich denke das erklärt die beiden Episoden. Hoch ist gefährlich, tief auch. Nachdem wir das wissen kommt jetzt noch die Einstufung der Krankheit.

Um das alles noch ein wenig komplizierter zu machen gibt es zwei Arten dieser Störung.


Bipolar-I-Störung
Von einer Bipolar-I-Störung spricht man, wenn die Betrofenen mindestens eine über 14 Tage an-
dauernde manische Episode und mindestens eine depressive Episode haten.
Bipolar-II-Störung
Von einer Bipolar-II-Störung spricht man, wenn die Betrofenen mindestens eine über 14 Tage an-
dauernde depressive Episode und mindestens eine hypomane Episode (leichtere Form der Manie) 
           haten.
         
      Sonderform 
         Rapid cycling 
         Dabei wechseln sich mindestens vier depressive und / oder maniforme Phasen innerhalb eines
         Jahres ab. Der Phasenwechsel kann sogar in Tagen oder Stunden erfolgen. Dann spricht man
         von Ultra-rapid-cycling bzw. Ultra-ultra-rapid-cycling.
Für diese Erklärung bedanke ich mich bei der DGBS. Die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störung. Für alle Hilfesuchenden eine gute Anlaufstelle mit vielen Informationen für Betroffene und Angehörige.
So um auf meine persönliche Geschichte zurück zu kommen möchte ich euch nun, nachdem ich hoffentlich mit Hilfe der angeführten Seiten einen guten Überblick geben konnte, meine Diagnose erläutern.
Diagnostiziert wurde mir eine Bipoloar-II-Störung mit Rapid Cycling.
Was das medizinisch bedeutet steht oben. Was das für mich bedeutet finde ich kann man hier in meinem Blog eigentlich sehr schön verfolgen. Ich denke wie sich die Episoden grundsätzlich auswirken, habe ich weiter oben schon relativ anschaulich beschrieben.
Wie es sich bei mir auswirkt kann man seid zwei Jahren nachlesen.
Mal bin ich down as hell, dann hab ich nen Höhenflug. Fange 1.000 Dinge an. Meine letzten beiden Manieideen (das ist schlimmer als Schnapsideen) waren mein Abitur und FFS.
Das sind übrigens seid 5 Jahren die ersten Sachen die ich trotz schwerer Schwankung trotzdem nicht aufgebe. Weil sie für mich wichtig

Zu wissen gegen welche Krankheit man kämpft ist der erste schritt. Jedoch ist alles was nach der Diagnose kommt das was das Leben wieder lebenswert machen kann, oder machen soll.
Das heißt als erstes um die oder eine Diagnose zu bekommen, muss man sich einem Arzt anvertrauen. Das ist für viele eine riesige Überwindung. Das war es auch für mich. Ich wollte nicht das mir irgendwer ne Diagnose stellt. Ich wollte nicht das jemand sich mit meine Mist befassen muss. Ich hab es bis heute geschafft dann schaffe ich es auch weiterhin. Das dachte ich.
Ich bin immer noch sicher das ich das schaffe. Allerdings denke ich wirklich darüber nach, mir helfen zu lassen.
Aber um auch das etwas zu veranschaulichen.

Was kommt nach der Diagnose?

Das erste was kommt, oder was bei mir kam, war Ablehnung. Was? Krank? Ich? Niemals! Das sind einfach nur Stimmungsschwankungen. Ich bin doch nicht verrückt!

Nein bin ich nicht. Das weis ich heute.
Das wusste ich damals als ich die Diagnose bekommen habe allerdings noch nicht. Ich dachte ich sei verrückt, habe einen Knall. Ich wollte mich damit nicht abfinden und habe absolut ablehnend reagiert. Wenn mir jemand helfen wollte wurde ich aggressiv und habe herumgeschrien oder habe die Leute reden lassen, denn es kam nicht bei mir an (je nach Episode).
Heute bin ich  23 Jahre alt. 5 Jahre älter als ich erwartet hatte. Heute lebe ich seid 10 Jahren damit und weis das ich nicht verrückt bin oder durchgeknallt.
 Ja, ich bin ein Mensch der über sich selber Scherzen kann. Ich weis allerdings auch das es um eine ernstzunehmende im schlimmsten Fall lebenbeendende Krankheit geht. Genau dieser letzten Fakt ist mir nur allzu gut bekannt.
Wie man mit der Diagnose und seinem eingenen Leben umgeht, entscheidet jeder selber.
Wie ich schon schrieb war meine erste Reaktion Ablehnung.
Das war es auch noch bis ich 16 Jahre war.
Dann waren düstere Zeiten. Wenn ich heute zurück schaue, bin ich beeindruckt das ich es überlebt habe. Nein eine Therapie habe ich nicht gemacht, jedoch bin ich zu einem Arzt gegangen und habe mir Tabletten verschreiben lassen. Das war alles was ich dagegen gemacht habe.
Ich habe mich nie informiert an was ich zu Grunde gehe, ich wollte es einfach nur betäuben.
Ich wollte diesen schwarzen Pool entgehen und lieber in der Hochphase sein. Das ist bei einer Bipolaren Störung tatsächlich relativ einfach wenn man Stimmungsaufheller verschrieben bekommt. Nimmt man eine mehr (Bitte nicht nachmachen) und schon hat man ne Manie.
Bei mir war es zu mindest so auch wenn es nicht unbedingte eine mehr war. Wie gesagt ich kann immer nur von mir schreiben. Ich habe mich in meinem Leben noch nie wirklich mit anderen Bipolaren Menschen über dieses Krankheit ausgetauscht.
Nachdem ich jedoch wusste das ich meine Schmerzen nicht auf andere Projizieren möchte, habe ich damit aufgehört und habe die Krankheit einfach machen lassen. Auch zu diesem Zeitpunkt habe ich keine Therapie angenommen.
Das ist eine Phase des Prozesses. Die Ignoranz. Hilflosigkeit. Das Gefühl das man mit niemandem darüber reden kann. Sie würde es nicht verstehen. Man möchte niemanden Enttäuschen. Dabei enttäuscht man sich nur selber. Das war bei mir der Zeitpunkt, bei dem ich angefangen habe für andere zu leben. Ich habe meine Probleme ignoriert. Ich wusste es wird mich zerreissen, aber es durfte keiner sehen. Es war mein Geheimnis. Ich habe mir so sehr gewünscht das die anderen mich brauchen. Das ich ihnen wichtig bin. Das sie sich auch um mich sorgen.
Ich hatte dieses Gefühl nie. Ich habe immer gedacht die anderen hassen mich. Ich hatte Angst das die Menschen mich so sehen wie ich mich selber sehe. Diese Angst habe ich auch heute noch.
Ich habe an meiner Einstellung nicht viel verändert bis jetzt. Einen alten Baum verpflanzt man halt nicht. Ich werde lieber ausgenutzt als sie zu verlieren. Dazu muss ich allerdings sagen, das ich im laufe der Zeit gelernt habe wer die wahren Freunde sind. Ich weis heute auch das ich nicht viel brauche. Denn ich bin kein Mensch der versucht das Glück zu finden. Ich glaube auch nicht daran das ich es schaffen würde.
Der Satz der mich schon seid langem begleitet ist mittlerweile zum Leitsatz dieses Blogs geworden.

Ich habe keine Angst zu Sterben, Ich habe Angst vermisst zu werden. 

Das ist für mich ein unglaublich Starker Satz. Denn er Spiegelt alles wieder. Meine Angst und doch die Furchtlosigkeit. Der Glaube das ich alleine bin und das Wissen das Menschen um mich weinen würden. 
Der ständige Kampf mit mir selber, um 
mich

Es muss für Ausenstehende so unglaublich schwer sein das zu verstehen. Ihr könnt mir glauben, damit zu Leben ist nicht leichter. Nun um wieder auf den Punkt zu kommen, nach der Ablehnung und der Hilflosigkeit geht es weiter.
Mein nächster Schritt war tatsächlich diesen Blog anzufangen. Ich habe zwar erst seid neustem angefangen über den Grund meines Chaoskopfes zu schreiben, jedoch hat es mir wirklich geholfen das ich immer wenn ich nicht mehr weiter wusste irgendetwas mit der Welt teilen konnte. Ich habe mich am Anfang sehr geschämt zu schreiben. Ich weis heute gar nicht mehr warum. Für mich ist das mittlerweile meine Gesprächstheaphie geworden. Ich kann hier alles schreiben was mich bedrückt. Ich kann hier erzählen wie es mir geht und wie ich mich fühle. Ich kann schreiben das ich mich nicht gut fühle. Ich kann lächeln wenn ich schreibe. ich kann verarbeiten was in der letzten Zeit passiert ist und ich kann auserdem als positiven Effekt anderen Menschen die Hand reichen und sagen:

Ihr seid nicht allein. Glaubt mir ich habe auch Angst.

Wenn Menschen die über essen schreiben Food-Blogger sind, dann bin ich ein Mood-Blogger. Denn ich schreibe was ich fühle, was ich denke und was mich beschäftigt. Ich kann mich nicht auf eine Sache fokussieren wenn es mir schon schwer fällt in dieser Welt zu leben. Denn in der Welt in meinem Kopf ist es schöner. Ich kann nicht in meinen Träumen leben, aber ich kann versuchen meine Träume zu leben. 
Nachdem man sich mit der Diagnose abgefunden hat, kommt das erwachen. 
Nein man ist nicht verrückt. Nein man kann nichts dafür. Nein sie sehen es einem nicht an. 
Jedoch wird einem dann bewusst womit man lebt. Irgendwann in diesem Zeitraum wird einem dann auch bewusst: Ich brauche Hilfe. 
Ich bin selbstständig nicht an diesen Punkt gekommen. Ich wollte mir nicht helfen lassen. Ich bin mir noch immer nicht sicher ob man mir überhaupt helfen kann. Allerdings wie ich eingehend schon geschrieben habe, habe ich das unverschämte Glück von Menschen umgeben zu sein die sich um mich sorgen. Ohne meine Tante wäre ich auch nicht vor einem Monat zum Psychiater gegangen. 
Und ich weis jetzt nach 4 Wochen wieder das es die richtige Entscheidung war. 
Nach der Einsicht kommt die Therapie.
Ja so schön es auch wär das es nach der Einsicht einfach weg geht, so ist es aber nicht. Leider ist es nicht so. Wie jede psychische Erkrankung trägt man diese in den meisten Fällen für immer mit sich herum. Man lernt damit zu leben und kann mit Hilfe der Therapie auch genau so Glücklich werden wie jeder andere Mensch. Wie ich schon sagte ich glaube ich bin einfach noch nicht an dem Punkt das glauben zu können. Ich weis das ich Linderung im Lithium gefunden habe. Wobei die Wirkung bei mir noch nicht wirklich eingesetzt hat. Und mir wurde die volle Dröhnung verschrieben. 
Aber mein Papa sagt immer heu- wä- gel- chen.
Alles braucht seine Zeit. 
Nun ich würde euch gerne schreiben wie es weiter geht. 
Ich weis es aber nicht. Ich bin selber noch auf dem Weg. Ich weis nicht was noch kommen wird. Ich kann nur sagen was ich schon erlebt habe. 
Wenn es nach dem Wunsch meiner Tante geht, führt mich der nächste Schritt in eine Tagesklinik, um alles aufzuarbeiten. Ich kann das noch nicht mit mir selber vereinbaren. Ich denke nicht das ich eine so intensive Therapie nötig habe, wenn ich es bis jetzt immer mit mir selber vereinbaren konnte. Ich möchte auch nicht mein ganzes Leben mit anderen diskutieren. Auf nen Seelenstrip hab ich keine Lust. Ich kann besser schreiben als Reden. Ich kann besser Geben als Nehmen und ich kann besser Helfen als Leben.
Ich werde sehen was nun kommt. Ich weis ich mache Fortschritte und gehe in die richtige Richtung. Was nun kommt werden wir sehen. Ich werde berichten was passiert ist.
Was ich allerdings schon lange weis, ist das es verdammt wichtig ist in dem Prozess mit Menschen abzuschließen die nicht zu ihren Worten stehen.Glaubt mir irgendwann ist das Maß an Drama das wir übernehmen können voll. Danach machen wir uns nur selber fertig, weil wir nicht so helfen können wie wir gerne würden, oder wie es der Mensch der uns seine Probleme anvertraut verdient hat. Wir können viel, wir wollen viel aber wir können nicht alles. Beschränkt euch auf die Menschen denen ihr die Worte die sie euch geben auch glauben könnt. Man braucht keine 1.000 Freunde. Ich habe im Laufe der Zeit gelernt zu differenzieren. Ich habe einige Bekanntschaften aber nur 3 wahre Freunde. das sind Menschen denen ich blind mein Leben anvertraue. Menschen die wissen das Liebe bei mir anders bewertet wird, als die Worte die sie mir geben. Ich bedienen mich hier eines Liedes von Herbert Grönemeyer

Ich will nicht deine Liebe, ich will nur dein Wort.
Ich muss nicht von jedem geliebt werden. Von mir aus sollen sie mich hassen. Wenn man zu mir jedoch sagt: Du bist mir wichtig, bitte pass auf dich auf. Ist das für mich mehr Wert. Wenn es ernst gemeint ist.
Man muss mich nicht anlügen. Lieber lebe ich mit einer traurigen Wahrheit, als mit einer schönen Lüge. Am Ende wird die Lüge aufgedeckt und der Schaden ist um ein vielfaches höher.
Auch wenn das ein "Aufklärungs"-Post ist möchte ich hier noch einmal an alle ein paar Worte richten die den Kampf aufgenommen haben und an die die ihn noch nicht aufgegeben haben.
Hier ein paar Gedanken die ihr vielleicht kennt.

Ich werde So oft gefragt wie es mir geht. Ich antworte immer mit der einzig wahren Antwort: Ich bin müde.
Danach antworte ich mit halbwarheiten, wenn man mich fragt: Warum bist du müde?
Meine Antwort ist immer: Ich schlafe im Moment nicht gut.
Das ist nicht ganz gelogen und damit geben sich alle zufrieden. Ich schlafe wirklich schlecht. Die volle Wahrheit ist: Ich bin müde vom Kämpfen. Ich bin müde vom stark sein. 

Ich bin müde vom Leben.   

Ich schreibe das nicht um euch runter zuziehen sondern um euch zu zeigen was wir alles schaffen.
Wir leben, faken jeden Tag ein lächeln und schaffen es das es nicht jeder sieht.
Ja es ist schwer. Ja es ist ein langer Prozess. Ja wir schaffen das nicht alleine. Aber wisst ihr was? 
Das müssen wir auch nicht. Dafür gibt es Menschen die uns lieben. Freunde und Familie. Die uns Unterstützen. Jedoch müssen wir erst einmal mit der Sprache rausrücken. Denn wir sind alle Samt gute Schauspieler. Man sieht es uns nicht an. Sprecht mit den wichtigsten Menschen. Wenn ihr wie ich nicht gut darin seid mit Menschen zu sprechen, dann schreibt. Schreibt einen Brief oder eine E-Mail, Whatsapp ect. aber teilt den Menschen mit was mit euch los ist. Auch wenn sie eure Situation nicht nachfühlen können, werden sie euch unterstützen. Und sind wir ehrlich, wollt ihr wirklich das sich die Menschen die ihr liebt fühlen müsst wie ihr? Ich möchte das nicht. 
Und ja ich habe keine Angst zu sterben, ohne diese Angst lebt es sich übrigens ganz gut. Ich möchte aber nicht das sich Menschen scheiße fühlen weil ich mich entschieden habe aufzugeben. Ja im Endeffekt lebe ich für das Glück von anderen Menschen, aber es rettet mein Leben.


My oh My 
In Love 
Yours 

Sky   
   

Mittwoch, 9. November 2016

Vacation and so on

Hola tots, que tal.

Mir geht es ... Jetzt nach 4 Tagen am der See und 2 Tage am Norddeich geht es mir etwas besser denke ich.
 Leider ist die Antriebslosigkeit nicht weg. Das bedeutet für mich, 4 Tage sind einfach zu wenig. Ich muss um aus dem tief zu kommen länger weg. Ich brauche halt einfach etwas Abstand. Dann weis ich, dass es besser wird. Ich bete, dass es besser wird. Wissen kann ich es nicht. Ich sitze nun wieder auf der Arbeit und gehe meiner Alltäglichen arbeit nach. Durch den Feiertag morgen nehmen sich die meisten heute einen Brückentag. Ich wollte eigentlich auch, allerdings ist meine Kollegin nicht da deswegen besetzte ich heute das Sekretariat wie Hipster eine Modeboutique. Heißt ich bin da und sehe gut aus. Nützlich bin ich nicht wirklich.
Ich bin in meinem kopf noch immer am Deich und starre auf die wellen die sanft gegen meine Schuhe schlagen. Meine kleine Maus die sich so sehr freut wie in ihrem leben noch nie. So viele neue eindrücke. So viel Bewegung. Jeden Tag mindestens 20 km laufen. Dann das erste mal am großen weiten Meer. Das Wasser schmeckt komisch und sie schaut mich an als wollte sie mich fragen ob ich sie verarschen möchte. Ich konnte mir das lachen einfach nicht verkneifen und werde diesen Ausdruck in dem Gesicht meines Hundes wohl nie vergessen.

Edit 04.11.2016

Ja ich habe es tatsächlich eine ganze Woche lang nicht geschafft mehr zu schreiben als das was oben steht. Jetzt ist schon Freitag Nachmittag und ich weis ich werde es wohl auch nicht schaffen den Post heute noch rauszubringen. Ich weis um ehrlich zu sein nicht mal was ich schreiben wollte. Ich weis im Moment eigentlich gar nichts mehr. Ich weis das ich mich im Moment stark mit meiner Diagnose auseinander setzte da die Tabletten mir volle Breitseite geben. Ich spreche viel mit meiner Mutter über die Krankheit, weil sie es zu verstehen versucht und mir helfen möchte. Es ist so lieb von ihr und es hilft mir mich zu reflektieren. Ich weis im Moment nicht was ich fühle. Es ist nicht die Typische leere die mich seid einem Jahrzehnt begleitet. Es ist weniger als das. Es ist nicht nur leer es ist Taub. Als hatte die Hoffnungslosigkeit kapituliert und sich zum sterben in eine Ecke gelegt.
Ich spreche zwar viel mit Mama und habe auch meinem Dad von meiner Diagnose erzählt, gerade im Moment fühle ich mich so alleine wie noch nie. Alle wissen mittlerweile bescheid und wollen nur mein bestes. Aber ich? Ich sitze hier und weis nicht wie ich mein Leben auf die Reihe bekommen soll.
Es ist alles gut es hat sich nichts geändert. Mein Leben ist Stabil, nur mein kopf ist es nicht.
Meine neuste Erkenntnis ist ein fehlendes Hungergefühl. Dem wirke ich mit einem Ernährungsplan mit festen Zeiten entgegen.
Allerdings habe ich das Problem das es mir nach dem essen schlecht wird und ich mich... naja ihr wisst schon. Näher muss ich das wohl nicht ausführen. So bevor ich hier weiter rum jammere und böse schwarze Gedanken loswerde komm ich zurück zum eigentlichen Thema.

 Friesenherz

Als aller erstes wenn ich nun von meinem Kurzurlaub erzähle möchte ich mich bei meinen beiden Vermietern bedanken. Es war einfach Fantastisch. Ich hatte den ersten Urlaub mit meinem Hund und die beiden waren fast so in meine Maus verliebt wie ich. Wir wurden sofort bei Ankunft herzlich begrüßt und haben die beiden Hunde der Besitzer kennengelernt. Dari war nicht sonderlich begeistert von Rocko und Buddy. Uns wurde sofort gesagt, dass wir das gesamte Gelände nutzen können. Dazu gehörten unter anderem ein Gartenhäuschen mit Getränken und ein Agility Platz. Ich war sofort hin und weg von der Ferienwohnung schon alleine um Dari's willen. Nach einer Kurzen Begrüßung hat man mir und meinem Papa die Wohnung gezeigt. Ich fand sie wirklich schön. Groß hell und geräumig, aber nicht so groß das es steril wirkt. Es war so wie das Hotel in das ich als Kind immer mit Oma und Opa gefahren bin. Es war einfach nur schön. Ich kann es nicht richtig beschreiben aber die Bilder werden euch einen Eindruck verschaffen.

Heimisches Wohnzimmer
Kuschliges Schlafzimmer ♥

Auch Dari hat sich schnell heimisch gefühlt. Nachdem wir uns kurz eingelebt haben, sind wir dann zum Kompaniehaus gegangen (das Hotel meiner Eltern) Die Aussicht war wunderschön. Ländlich und viel Gegend. Ich möchte nicht viel schreiben. Ich nehme euch mit an den Deich.

Jetzt aber schnell zu Mama!
Meine Prinzessin geniesst die Aussicht
Panorama ♥
Uiii so viel Wasser!
Was ist den da hinten? Aber erst mal zurück zu Mama!
Das ist so toll hier Mama!
Hundestrand am Norddeich :)
Schnelles Selfie
Einfach traumhaft
Auch mal ein lächeln :)
Sanfte Wellen
Das ist das schönst 'Händchen' Selfie das es gibt!
Boar so weit sind wir schon gelaufen? Das sieht man ja noch alles! Hier sind ja keine Berge

Edit 09.11.2016

Ja ich hab es mal wieder nicht auf die kette bekommen weiter zu schreiben. Der Urlaub ist jetzt schon eine ganze weile vorbei. Die Bilder lassen mich lächeln. Ich weis, dass es unvergessliche Augenblicke waren. Die ganze Familie war zusammen und auch meine Kleine Prinzessin.
Wie ich jedoch eingangs schon sagte, hatte es nicht die Wirkung die ich mir erwünscht hatte. Ich dümpele immer noch vor mich hin. Rastlos, Leer, vergessen.
Natürlich weis ich, dass ich geliebt werde. Das meine Cousins und Cousinen immer für mich da sind. meine Eltern und meine ganze Familie. Aber ich kann nicht aus meiner haut und auch nicht aus meinem Kopf. Denn immer wenn es ruhiger wird bin ich mit mir alleine. Bei Gott ich wünsche mir, dass mich niemals jemand so sieht wie ich mich selber sehe.



Es ist so banal. So oft bekomme ich gesagt: du bist ein hübsches Mädchen. Du bist lieb und nett und kümmerst dich um alle. Ja da habt ihr absolut recht mit. Ich kümmere mich um alle weil ich weis wie es ist keine Hilfe zu bekommen. Ich würde zerbrechen, würdet ihr meine Gedanken hören. Ich möchte, dass ihr lacht, es ist egoistisch aber weil es meine Schmerzen leichter zu ertragen macht.
Nein, Depressionen an sich tun nicht weh. Doch die leere ist unerträglich. Die stille die dich fragt: Und jetzt? Wie machen wir weiter? Und ich weis nicht wie ich darauf Antworten soll.
Ich mache weiter wie bisher in der Hoffnung das es keiner Merkt. Das keiner Sieht das mein lächeln nicht aufrecht ist. Das meine Gedanken in meinem Kopf einen Krieg auslösen, den ich nicht zu gewinnen vermag.



Ich möchte keine Hilfe mehr. Ich habe keine Lust das mir geholfen wird. Ich hab bis zum heutigen Tag alles alleine geschafft und das werde ich auch weiterhin schaffen. Ich werde es schaffen müssen. Denn ich möchte nicht, dass meine Mama weint. Ich möchte nicht das sie die Briefe lesen müssen die ich schreib für den Worst Case.
Nicht für meinen Worst-Case sondern für Ihren. Ich lebe meinen Worst-Case. Für Mama, meine Brüder, meine ganze Familie.
Ich lebe.
Ja das ist Depri scheiße. Es kommt ja auch von einem kaputten Menschen. Ich habe bestimmt viel erlebt, das man aufarbeiten könnte. Ich habe viel gesehen, dass mich zu dem gemacht hat was ich bin. Ich bin oft gefallen, oft gestoßen worden. Doch ich stehe. Ich lebe.
Meine größte Leistung ist nicht was ich erreicht habe, sondern das ich noch atme.
Ich weis, dass sich Menschen um mich sorgen, deswegen mache ich weiter.
Nicht weil ich das möchte, sondern weil ich muss. Ich muss stark sein. Das musste ich schon immer. Das werde ich immer müssen. Es ist nicht schlimm.



Denn ich tue das für Menschen die mein ganzes leben an meiner Seite standen. Für Menschen die für immer an meiner Seite stehen. Für Menschen die mich Lieben und für Menschen für dich ich die Hölle einfrieren würde.
Meine schmerzen sind egal wenn ich das lächeln meiner Mama sehe. Die Vorfreude auf unseren Malta Urlaub nächstes Jahr im Mai. Ihre Freude das sie mir zu Weihnachten etwas schenkt und mir nicht verrät was.
Das lächeln meines Neffen wenn er mir von Gott und der Welt erzählt. Die Gespräche mit meinem Bruder. Die Geschichten meiner Schwägerin. Zu sehen wie mein großer kleiner Bruder seinen weg macht. Meinen jüngster Bruder der mir voller Freude von seinen PC Games erzählt die mich absolut 0 interessieren. Doch es ist schön ihn so voller Elan zu sehen. Mein Papa der nicht wirklich merkt, dass es um mich nicht besonders berauschend steht. Meine Stiefmama die mir von ihren neusten Bucherungeschafften erzählt. Meine Oma die mehr quatscht als sie denkt und mein Opa der genervt einfach nur wegschaut mit dem Ausspruch Weib!  Mein Steifpapa der mich aufgezogen hat wie sein Kind mich immer unterstützt hat und es auch immer wird. Meine Cousine die mich immer zum Lachen bringt. Ihr Mann mit dem ich mich richtig abschießen kann und sicher weis er bringt mich heim. Auch wenn es die gefühlt dunkelste Straße Deutschland ist. Ihre Tochter. Das einzige Kind das mich nicht hasst. Meine andere Cousine ihren 3 Kids mit den ich im Urlaub so viel schöne Zeit verbracht habe. Ich habe mich gefreut die 4 wieder zusehen. Auch wenn ich nicht mit der Entscheidung einverstanden bin. Die Aussprache mit meinem Cousin. Die ich vor dem Urlaub ausgeschlossen hatte. Doch ich möchte Frieden in der Familie und ich möchte Frieden in meinem Kopf. Mein Cousin und meine Cousinen waren immer da als ich jünger war. Auch wenn sie einer nach dem anderen gegangen sind. Es ist so viel gewesen in letzter Zeit. So viel Gutes. So viel schönes.
Und Ich?



Ich schenke ein verkrampftes lächeln weil ich zu mehr nicht im Stande bin.
Ja ich sehe die vielen kleinen Dinge, die immer so selbstverständlich scheinen. Ich sehe diese Dinge klar und ich wünsche mir, dass alles gut wird. Wenn auch nicht für mich, dann für alle anderen.
Mein Leid ist mein Leid ihr leid möchte ich verhindern. Ich kann nicht anders als für alle zu kämpfen. Denn sonst habe ich nichts mehr wofür es sich zu leben lohnt.


  ~ Ich habe keine Angst zu sterben, ich habe Angst vermisst zu werden ~


My oh My 
In Love ♥
Yours 

Sky